Thermolabel-Ratgeber
Was ist ein 100×150 mm Thermolabel?
Das Thermolabel im Format 100×150 mm ist die gängigste Größe für Rollen-Thermodrucker. Marktplätze und Versanddienstleister nutzen dieses Standardmaß, damit Barcode und Adressfeld stets scharf und lesbar bleiben. Da der Thermodrucker Breite und Länge über die Papierbreite ermittelt, kommt es hierbei besonders auf korrekte Seitenränder und Skalierungen an.
Ein A4-Blatt misst hingegen 210×297 mm – etwa doppelt so viel Fläche wie ein 100×150 mm Label. Wird ein für A4 formatiertes Versandlabel direkt an einen Thermodrucker gesendet, wird es gestaucht, zentriert oder auf mehrere Seiten aufgeteilt. Ändern sich Größe und Position des Barcodes, können Scanner das Label oft nicht mehr erfassen.
Warum muss ein A4-Versandlabel angepasst werden?
Versandlabel aus Verkäuferportalen liegen meist als A4-PDFs vor. Druckt man diese Datei unverändert auf einem Thermodrucker aus, versucht das Gerät, die Seite auf die Etikettengröße zu quetschen. Diese automatische Skalierung verkleinert den Barcode; schrumpfen die Abstände der Linien, kann der Scanner sie nicht mehr auflösen.
Beim Konvertieren wird das Label passgenau zugeschnitten, auf ein 100×150 mm Format platziert und der nötige Weißraum gesichert. Ziel ist keine Neugestaltung, sondern den Barcode exakt in der originalen Größe und Anordnung beizubehalten. Deshalb verschiebt der Konverter Inhalte so wenig wie möglich und beschränkt sich auf den notwendigen Zuschnitt.
Welche Marktplatz-Label werden unterstützt?
Marktplätze wie Trendyol, Hepsiburada, N11, Dolap und Gardrops stellen Versandlabels meist als A4-PDF bereit. Manche Portale platzieren mehrere Labels auf einer einzigen Seite, andere setzen das Label mitten auf die Seite und lassen breite Ränder frei. Der Konverter meistert beide Fälle: Bei einer Einzelseite schneidet er den überflüssigen Rand ab, und bei Seiten mit mehreren Labels isoliert er das passende Label.
Wird das Label sehr nah am Rand der A4-Seite erzeugt oder überlappen sich mehrere Labels, ist ein Probedruck nach der Konvertierung der schnellste Weg zur Kontrolle. So siehst du vor dem eigentlichen Druck sofort, ob Barcode und Adressblock perfekt sitzen.
Barcode-Qualität und Lesbarkeit
Damit ein Barcode fehlerfrei gescannt werden kann, müssen Auflösung, Kontrast und die Ruhezone um den Barcode stimmen. Verschwimmt die Linienstruktur durch Skalieren, kann der Scanner die Kanten nicht mehr trennen. Am sichersten ist es daher, den Barcode möglichst in Originalgröße zu belassen.
Dieses Werkzeug ist darauf ausgelegt, das Label nah an der nativen Auflösung des Thermodruckers auszugeben. Der Barcode wird nicht neu gezeichnet und die Seite nicht unnötig in ein Bild zurückgewandelt.
Druckqualität und Farbe
Die meisten Thermodrucker drucken einfarbig: Schwarz. Farbige Logos oder bunte Hinweistexte solltest du auf einem Versandlabel nicht erwarten; ein schwarzer Barcode auf weißem Grund ist für die Lesbarkeit unverzichtbar. Farbige Labels werden eher für Produktlabels oder Regalauszeichnungen benötigt.
Wenn du Farbe benötigst, gibt es zwei Wege: Thermotransferdrucker für farbige Thermolabels oder normales Labelpapier im Laser- oder Tintenstrahldrucker. Für Versandlabels ist der klassische Schwarz-Weiß-Druck die verlässlichste Wahl, weil Scanner den Kontrast und die Ruhezonen so am besten erfassen.
Wann wird ein 80×120 mm Thermolabel verwendet?
Das Werkzeug erzeugt nicht nur 100×150 mm, sondern auch 80×120 mm als Ausgabeformat. Diese Größe eignet sich optimal für kleine Pakete und Sendungen, die wenig Platz auf dem Karton beanspruchen sollen. Die Barcode-Qualität bleibt erhalten; durch die kleinere Fläche rücken Adressblock und Sendungsnummer lediglich etwas enger zusammen.
Bietet das Marktplatz-Label auf A4 breite Ränder, reicht das Format 80×120 mm meist völlig aus. Bei langen Empfängeradressen, speziellen Vorgaben des Paketdienstes oder wenn der Barcodescanner streikt, ist 100×150 mm die sicherere Variante. Wenn du dir unsicher bist, starte am besten mit einem einzelnen Testlabel am Drucker.
Unterstützung für 150 × 100 mm
Dieselbe Labelgröße wird je nach System als 100×150 oder 150×100 bezeichnet – es handelt sich schlicht um das gedrehte Rechteck. Bei Rollendruckern beträgt die Breite meist 100 mm und die Länge 150 mm, weshalb fast immer von 100×150 gesprochen wird. Einige Marktplatz-Panels und Druckertreiber führen dieselbe Größe jedoch als 150 x 100.
Egal welche Bezeichnung du siehst: Wähle im Werkzeug einfach 100 × 150 mm aus, und der Konverter platziert das Label passend auf dieser Fläche. Ist deine Rolle 80 mm breit, ist die Option 80×120 mm die richtige Wahl.
Drucker und Verbrauchsmaterial auswählen
Der Standard für Versandlabels ist ein Rollen-Thermodrucker mit 203 dpi. Diese Auflösung reicht für Barcode und Adressdaten völlig aus. 300 dpi druckt zwar schärfer, steigert jedoch Geräte- und Materialkosten. Thermodirektdrucker brauchen keine Tinte, allerdings kann das Papier mit der Zeit verblassen. Für Dokumente, die du jahrelang aufbewahren musst, empfiehlt sich ein Thermotransferdrucker.
Beim Verbrauchsmaterial zählen Rollenmaße und Beschichtung: Für Versandlabels brauchst du 100×150 mm Rollen, beschichtetes Thermopapier und einen passenden Kerndurchmesser für deinen Drucker. Prüfe vor dem Kauf Rollenbreite, Kerngröße und dein tägliches Druckvolumen. Stimmen Drucker, Rolle und Papier nicht überein, kommt es schnell zu Versatz beim Barcode.
Checkliste nach der Konvertierung
Ein Probedruck mit einem einzelnen Label nach der Konvertierung ist der schnellste Weg, eventuellen Versatz vor dem Seriendruck aufzuspüren. Achte dabei auf diese vier Punkte:
- Ist der Freiraum um den Barcode erhalten? Wird dieser Bereich beschnitten, können Scanner den Code nicht mehr lesen.
- Sind Empfängeradresse und Sendungsnummer vollständig zu sehen, ohne abgeschnittene Ränder?
- Ist im Druckertreiber 'Tatsächliche Größe' oder '100 %' ausgewählt? Die Option 'An Seite anpassen' verfälscht den Maßstab.
- Wenn du 80×120 mm gewählt hast: Prüfe im Probedruck, ob kein Text über den Rand hinausläuft.
Datenschutz und Dateisicherheit
Ein Versandlabel enthält personenbezogene Daten wie Empfängername, Anschrift und Telefonnummer. Der Zugriff auf deine Datei erfolgt ausschließlich zur Bearbeitung deines Auftrags. Details zu Aufbewahrungsfristen findest du in den FAQ.